Die goldenen Regeln für erfolgreiches Networking

Privat als auch beruflich gilt: Willst du wichtige Verbindungen knüpfen, dann kommst du an einer gewissen Etikette nicht vorbei. Der amerikanische Networking-Guru Ivan Misner, Autor zahlreicher Bestseller zum Thema, hat die wichtigsten Networking-Regeln herausgearbeitet.

1.  Definiere ein klares Networking-Ziel

Was erwartest du dir von deinen persönlichen Kontakten? Mit welcher Motivation betreibst du Networking?

Geht’s darum, deine beruflichen Chancen zu verbessern?

Suchst du jemanden zum Austausch von Ideen?

Wünscht du dir Gleichgesinnte, die du im Freundes- und Bekanntenkreis nicht findest?

Willst du die Beziehung zu deinen Nachbarn/Kollegen/anderen Eltern in der Schule des Kindes, etc verbessern?

2. Gehe dorthin, wo deine Zielgruppe ist

Ist die Frage der Motivation geklärt, begib dich an die Orte, an denen sich deine „Zielgruppe“ aufhält. Das geht sowohl online als auch offline.

Online: Dein berufliches Netzwerk kannst du z.B. auf Job-Plattformen wie Xing oder LinkedIn erweitern. Auch Facebook-Gruppen sind eine gute Anlaufstelle, vor allem fürs Reisen oder für Freizeitaktivitäten.

Offline: Besuche Netzwerkveranstaltungen, Branchenparties, Weiterbildungsseminare, etc. Du suchst Gleichgesinnte, die sich wie du für einen gesunden Lebensstil interessieren? Geh in eine Yoga-Stunde. Besuche Meditations-Workshops. Beginne im Fitnesscenter, im Park oder auf dem Fahrradweg ein Gespräch.

Zwei Hände, Finger verhaken sich

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3. Networking: Klasse statt Masse

Lieber ein paar hochwertige Kontakte als viele flüchtige Bekannte: Es geht nicht darum, deine Social Media-Follower-Statistik aufzupolieren. Es geht darum, jene Leute zu finden, mit denen es Gemeinsamkeiten und Potential zur Weiterentwicklung gibt.

Statt auf jeder Veranstaltung 20 Visitenkarten zu sammeln, konzentriere dich auf fünf Personen, die wirklich interessant für dich sind.

4. Höre aufmerksam zu

Der Erfolg im Networking hängt davon ab, wie gut du zuhören kannst.

„Du bist interessant, wenn du interessiert bist“, weiß die Münchner Business-Coachin Monika Scheddin, Autorin des Buchs „Connection – Überzeugen mit Charakter, Charme, Charisma“.

Netter Nebeneffekt: Je besser du zuhören kannst und je mehr echtes Interesse du am Gegenüber zeigst, desto mehr lernst du über deinen Gesprächspartner – und desto schneller kann sich eine wertvolle Beziehung entwickeln.

Hand auf Bildschirm mit Connect: Face, Twitter, Pinterest

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5. Nutze die 24/7/30-Networking-Strategie

Du hast einen vielversprechenden, neuen Kontakt geknüpft? Wunderbar! Damit die Verbindung weiter wachsen kann, kommt’s aufs richtige Follow-up an. Dabei hilft laut US-Networking-Experte Ivan Misner die 24/7/30-Strategie.

So geht’s:

Innerhalb von 24 Stunden: Nimm einen Tag nach dem ersten Treffen nochmal Kontakt auf  – per Anruf, E-Mail oder auf der Kommunikationsplattform, auf der dein neuer Kontakt regelmäßig postet. Bedanke dich für das nette Gespräch oder das Kennenlernen.

Innerhalb von 7 Tagen: Verlinke dich in den sozialen Netzwerken: LinkedIn, Xing, X, Facebook, Instagram, TikTok, etc … Was immer zur Art eurer Verbindung passt. Wichtig: Es ist noch zu früh, um den anderen um einen Gefallen zu bitten oder etwas verkaufen zu wollen.

Innerhalb von 30 Tagen: Vereinbare innerhalb eines Monats ein persönliches Treffen. Auch hier gilt: Dem anderen nix aufschwatzen und ihn oder sie nicht um einen Gefallen bitten. Dafür ist die Verbindung noch nicht tief genug. Aber der Anfang für einen guten Kontakt ist getan.

6. Erst Geben, dann Nehmen

Netzwerken funktioniert am besten, wenn du bereit bist, dein Wissen und deine Unterstützung zu teilen, ohne sofort eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Biete z.B. einem Kollegen/einer Kollegin Hilfe bei einem Projekt an oder teile nützliche Tipps, ohne gleich eine Gegenleistung zu fordern.

7. Positiv bleiben, nicht lästern beim Networking

Lästern und Tratschen verbindet die Menschen? Beim Netzwerken gilt das nicht. Achte darauf, positiv bzw. neutral über andere zu sprechen (auch wenn du eine Person, die im Gespräch erwähnt wird, vielleicht nicht leiden kannst). Lästern über andere kann deinem Ruf und deinem Ansehen schaden – und die neue Beziehung unnötig belasten. Du willst ja auch nicht, dass hinter deinem Rücken über dich schlecht geredet wird, oder?

8. Ergreife die Initiative und werde dafür belohnt

Greif zum Telefon. Schick eine Nachricht. Lade zu einem Event ein. Schlage ein neues Treffen oder eine gemeinsame Aktivität vor. Business Coach Monika Scheddin weiß: „Nur 5 Prozent der Menschen sind Macher bzw. Macherinnen, 15 Prozent sind Mit-Macher. Der Rest konsumiert und wartet ab. Wir kennen das aus dem privaten Bereich: Es gibt die, die einladen, und die, die niemals einladen. Am meisten belohnt werden aber die Macher:innen.“